Schullandheim Klasse 4
icon.crdate05.11.2024
Zwei vollbesetzte Reisebusse mit aufgeregten Viertklässlern sind letzte Woche Dienstag von der Grundschule Hemmingen aus gestartet in Richtung Schullandheim Strümpfelbrunn. Das erste Abenteuer wartete schon bei einem Zwischenstopp auf Burg Guttenberg auf die 86 Kinder. Bei der Greifvogelshow flogen alle Vögel von der kleinen Eule, über den Weißkopfseeadler bis hin zu großen Geiern direkt über die Köpfe der Zuschauer, eine echte Mutprobe für viele Kinder. Genauso wie der Gang durchs interessante Burgmuseum der uns immer weiter hinauf führte bis auf das Dach des höchsten Turms. Gestärkt von diesem Erlebnis und einem leckeren Picknick ging es weiter zum lang ersehnten Ziel: Das Schullandheim. Die Ankunft wurde mit einem finalen Countdown gefeiert und die Kinder freuten sich, direkt ihre Zimmer beziehen zu können.
Die gemeinsamen Tage standen unter dem Motto: Gemeinschaft, Wald und Feuer erleben. Dementsprechend begann es für die Klassen jeweils damit, Reisig für ein Klassenfeuer zu sammeln und dieses miteinander zu entzünden, so entstand ein erster inniger Moment versammelt um dieses Feuer. Bei dieser Gelegenheit stellten sich die Waldpädagogen Nick und Anne unseren SchülerInnen vor, die uns mit ihrem großen Erfahrungsschatz dabei unterstützen die Natur rund um das Schullandheim intensiv zu erkunden. Im Laufe der Tage entdeckten wir mit ihnen bei unseren Gängen in den Wald unter anderem Rehkuhlen, Wildschwein-Scheuerplätze und Feuersalamander.
Das Tagesprogramm war in vier Blöcke unterteilt, die jede Klasse für sich erlebte. Einmal gingen wir tief in den Wald, spielten Spiele, trafen uns zum Austausch im Kreis und bauten gemeinsam einen Naturschlafsack, so wie auch die Igel für den Winter. Außerdem machten wir eine kleine Wanderung zur nahe gelegenen Stutenfarm, durften die Fohlen füttern und lernten, wie gehaltvoll die Milch der Stuten ist. Am Ende durfte jeder ein Gläschen probieren, nachdem wir beim Melken zugeschaut haben. Sehr genossen haben die Kinder auch den Nachmittag mit Freispiel, hier konnten sie die Unterkunft nochmal richtig erkunden, in Kleingruppen auf eigene Faust im Wald unterwegs sein, miteinander Tischtennis und Fußball spielen oder sich einfach mal einen Moment zurückziehen. Ein besonderes Highlight war, dass die Kinder mit glühenden Kohlen und Messern einen eigenen Löffel schnitzen durften. Sie bewiesen dabei, dass sie verantwortungsvoll mit dem ihnen entgegengebrachtem Vertrauen umgehen können, denn sie waren umsichtig und konzentriert an der Arbeit. Manche Kinder wollten gar nicht mehr aufhören mit dem Schnitzen. Am letzten Abend durften dann die Nudeln, sowie die Schokobananen aus der eigenen Glut des Klassenfeuers mit diesem Löffel gegessen werden, das war ein Festmahl zum Abschluss.
Am Ende konnten die Kinder wirklich sehr stolz auf sich sein, sie hatten sich getraut von Zuhause weg zu fahren mit ihren Klassenkameraden und haben dort bei unseren Abenteuern immer wieder viel Mut bewiesen, so wie bei der Nachtwanderung am zweiten Abend die uns bei Vollmond durch die Streuobstwiesen geführt hat. Viele Kinder wären gerne länger geblieben, freuten sich aber auch auf ihre Familien und das eigene Bett, um die ein oder andere Stunde Schlaf nachzuholen, die man abends doch noch quatschend im Zimmer verbracht hatte. Zum Abschied versammelten wir uns in einem Kreis der Dankbarkeit und jedem Kind fiel etwas ganz anderes ein, wofür sie dankbar waren.
Francisca Zielke (Klassenlehrerin der 4a)
Hier noch ein Bericht von Schülerinnen aus der Klasse 4b:











