Konzeption: Gemeinde Hemmingen

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Kindergartenkooperation - Ein gelingender Schulstart liegt uns sehr am Herzen

Mit dem Schuleintritt beginnt ein neuer Lebensabschnitt für das Kind. Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule geht für Kinder und Eltern mit vielen Veränderungen einher. Um das Kind behutsam auf den Schulanfang vorzubereiten, arbeiten wir eng mit den Tageseinrichtungen zusammen und besuchen die Vorschüler schon frühzeitig in den Einrichtungen. Dabei bilden wir ein feststehendes Team zwischen pädagogischer Fachkraft und Kooperationslehrerin.    

In Zusammenarbeit mit der jeweiligen Erzieherin erfassen wir den Entwicklungsstand des Kindes und schätzen gemeinsam die Schulbereitschaft ein. Wir verstehen uns als Erziehungs- und Bildungspartner und stehen in ständigem Austausch miteinander. So treten wir im Bedarfsfall auch mit den Eltern in Kontakt, geben Einblicke in unsere Beobachtungen und beratschlagen gemeinsam über die Einschulung des Kindes.

Als Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument dient uns ein Reflexionsbogen, der in unserem Team sehr sorgfältig ausgearbeitet wurde. Der Reflexionsbogen umfasst die folgenden vier Bereiche, die die Grundlage der Schulbereitschaft bilden:

Während der Beobachtungsphasen erfassen wir die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die das Kind in den jeweiligen Bereichen bereits mitbringt. Unsere Einschätzungen gleichen wir stets mit denen der pädagogischen Fachkraft und gegebenenfalls der Eltern ab und füllen nach jedem Angebot sukzessive den Reflexionsbogen aus.     

Während der Kooperation wird jedem Kind bei uns auch die Teilnahme an zwei Schulstunden innerhalb einer Schulklasse ermöglicht. An unserem Aktionstag kommen alle Vorschulkinder zu uns in die Schule und nehmen am Unterricht teil. So lernen die Kinder die zukünftige Umgebung schon kennen und können sich auf „Schule“ besser einstellen.     

Die folgende Übersicht gibt Ihnen einen Einblick über den Ablauf unserer Kooperation:

1. Kooperationssitzung

Das Kooperationsteam der Schule trifft sich mit den Leitungen der Tageseinrichtungen. Das Team besteht aus der Schulleitung und zwei Lehrern.

2. Kooperationssitzung

Alle Kooperationslehrerinnen (das sind alle Lehrer der 1. Und 2. Klassen) und Erzieherinnen (die für die Vorschulkinder zuständig sind) treffen sich, um pädagogische Themen, das kommende Kooperationsjahr und die Vorschüler zu besprechen. 

Elternabend

An diesem Informationsabend werden Eltern über die Inhalte und Organisation der Kooperation und über das Thema Schulbereitschaft informiert. Sie erhalten auch Informationen über die Einschulung und einen kurzen Überblick über das Lernkonzept der 1. Klasse.

Erster Besuch in der Tageseinrichtung

Eine Kooperationslehrerin besucht jeweils die Vorschulkinder in einer Gruppe der Tageseinrichtung und beobachtet sie. Anschließend findet ein Auswertungsgespräch statt.

Zweiter Besuch in der Tageseinrichtung

Eine Kooperationslehrerin besucht jeweils die Vorschulkinder in einer Gruppe der Tageseinrichtung und arbeitet mit ihnen gemeinsam. Nach dem Angebot findet ein Auswertungsgespräch statt.  

Schulbesuch der Vorschulkinder

Die Vorschulkinder kommen zu einer Schulstunde in ihrer Kleingruppe in die Schule. Im Anschluss an die Stunde findet ein Auswertungsgespräch statt.  

Konferenz der Kooperationslehrer

Alle Kooperationslehrerinnen treffen sich zu einem gemeinsamen Austausch über die Schulbereitschaft der Vorschulkinder.

Elterngespräche

Sprechstundennachmittag:
Nach Bedarf und Wunsch der Eltern finden Gespräche in der Tageseinrichtung statt.

Probevormittag

Für einzelne Kinder findet noch einmal ein gemeinsamer Unterrichtsvormittag in der Schule statt.

Aktionstag

Alle Vorschüler kommen zu einem pädagogischen Angebot in die Schule. Sie nehmen am Unterricht einer Klasse teil.

Unsere Kooperation zeichnet sich nicht nur durch eine jahrelange intensive Zusammenarbeit, sondern auch durch regelmäßigen Austausch und Weiterentwicklung unserer Konzeption sowie durch verlässliche Besuche unserer Kooperationslehrerinnen in den jeweiligen Einrichtungen aus.

Bitte vertrauen Sie uns in unseren Einschätzungen. Wir entscheiden immer zum Wohle Ihres Kindes.  Wir freuen uns, Ihr Kind an unserer Schule bald begrüßen zu dürfen.

Information zur Vorverlegung des Einschulungsstichtags

Der neue Gesetzentwurf des Kultusministeriums sieht eine Verlegung des Stichtags vom 30. September auf den 30. Juni in drei Schritten vor. Demnach soll der Stichtag

  • zum Schuljahr 2020/2021 auf den 31. August
  • zum Schuljahr 2021/2022 auf den 31. Juli und
  • zum Schuljahr 2022/2023 auf den 30. Juni

vorverlegt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter

Vorstellung der Grundschulförderklasse/Vorschulklasse

Manchmal kommt es vor, dass Kinder in einzelnen Bereichen noch Entwicklungsbedarf haben. Sind mehrere Bereiche davon betroffen oder ist der Entwicklungsbedarf gerade in einem Bereich sehr ausgeprägt, kann ein Kind um ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt werden. Diese Entscheidung versuchen wir mit den Eltern gemeinsam zu treffen.[1] Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass über die Einschulung und Zurückstellung die Schulleitung entscheidet.

Wir möchten diesen Kindern Zeit geben, sich in einem „geschützteren Raum“ in Ruhe entwickeln zu können, sie aber auch fordern, sich mit schulischen Inhalten auseinanderzusetzen. Ein geeignetes Modell, das Spielphasen und Unterricht gleichermaßen anbietet, ist die Grundschulförderklasse.

„Die Grundschulförderklasse hat die Aufgabe, schulpflichtige, vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder zur Grundschulfähigkeit zu führen.

Durch gezielte Förderung und freies Spielen sollen sie in ihrer geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung so gefördert werden, dass eine Aufnahme in die Grundschule möglich wird - hierbei kommt dem sozialen Lernen innerhalb der Gruppe besondere Bedeutung zu. Die Grundschulförderklassen werden an den Grundschulen geführt.“ (Serviceportal Baden-Württemberg, 2019)

Unsere Schule führt keine eigene Grundschulförderklasse. Es besteht aber seit Jahren eine Kooperation mit der Grundschulförderklasse  in Münchingen (Flattichschule). Die Kinder werden mit einem kleinen Shuttlebus an einem Sammelpunkt in Hemmingen abgeholt, nach Münchingen gefahren und nach Schulende wieder zurückgebracht. Der Besuch der Grundschulförderklasse ist kostenfrei. Wir bekommen durchweg nur positive Rückmeldungen von Eltern, deren Kinder die Vorschulklasse besucht haben. Nach diesem Vorschuljahr sind die Kinder in der Regel optimal auf den Schulbeginn vorbereitet und werden regulär bei uns eingeschult. Eltern, deren Kinder zurückgestellt werden, empfehlen wir dringend das Angebot der Grundschulförderklasse zu nutzen.        

Weitere Informationen finden Sie unter.

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